Gedankenstraßen

Dort wo die Straßen gehen

Archive for September 2008

Der angenehme Schlaf

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Die verrückten, aber auch erkenntnisreichen Gedanken tauchen immer dann auf, wenn man mit ihnen am wenigsten rechnet.

Vorhin stand ich unter der Dusche als ich feststellte, dass ich in der Regel weniger als fünf Stunden Schlafe. Da schießt mir schon der nächste Gedanke durch den Kopf, je weniger ich auf dieser Welt schlafe, desto angenehmer wird der Schlaf in der kommenden Welt.

Das stimmt in zweierlei Hinsicht. Wenn man sich verausgabt und dann seine Erholung im Schlaf sucht, schläft man tatsächlich gut, denn die Müdigkeit rafft einen nur so dahin. Warum sollte dieses Prinzip nicht auch für das Leben nach dem Tod gelten.

Die Überlieferung im Islam besagt, dass wenn ein Mensch, der in seinem Leben viel dafür getan hat Gutes zu tun, nach der bestandenen Grabesprüfung, sein Platz im Paradies erblickt und ihm wohl ums Herz wird. Details zur Grabesprüfung aus muslimischer Sicht findet man unter http://www.religion-online.info/islam/themen/info-tod.html.

Jedoch kann das lange Schlafen, im Diesseits, auch dahingehend nutzbringend sein, wenn dieser einen daran hindert sich schädigenden Dingen hinzugeben. Mir fällt die Quelle des folgenden Zitats nicht ein, aber es heißt, der Schlaf des Ungerechten sei ein Gottesdienst. Logisch!

Na dann, auf eine erfüllte und erfüllende Zeit im Diesseits, auf das die Zeit im Jenseits angenehm wird… .

Hungrig, aber stark!

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Auf dem Weg ins Büro grübelte ich über das Fasten und sein Sinn nach. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Mensch erst dann weiß wozu er in der Lage ist, wenn er die Situation in der er sich befindet austesten kann.

Beim Fasten leidet man Hunger, doch man steht diesen in der Regel tatsächlich bis zum Fastenbrechen durch. Das macht den Menschen stark, denn er dreht den Spieß um. Nicht der Hunger kontrolliert mich, ich kontrolliere den Hunger. Leicht ist das nicht und der Hunger setzt einem ziemlich zu. Doch wenn man einmal diese Erkenntnis sich zu eigen macht, ist das Fasten nicht mehr schwer.

Diese Erkenntnis soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es Millionen Menschen auf dieser Welt gibt, die Hunger leiden und Tausende und Abertausende Kinder den Hungerstod sterben. Unsere Pflicht besteht immer noch darin zu teilen und das Leid Anderer zu lindern.

Auf eine bessere Welt während und nach dem Fastenmonat Ramadan.

Written by mobbos

8. September 2008 at 8:29 am

Magendisziplin

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Allahs Gesandter, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Der Sohn Adams füllt nicht etwas, was schlimmer ist als sein Magen. Es ist für den Sohn Adams ausreichend eine Hand voll zu essen, so dass er gehen kann. Wenn er es jedoch tun muss (d.h. seinen Magen füllen), dann soll er ein Drittel mit Essen, ein Drittel mit Trinken und ein Drittel mit Luft füllen.” (Tirmidhi & Ibn Madscha)

Written by mobbos

8. September 2008 at 8:06 am

Das Tor der Fastenden

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Allahs Gesandter, Allahs Segen und Friede auf ihm, hat gesagt: “Es gibt im Paradies ein Tor, das Ar-Rayyan  heißt, durch das die Fastenden am Tage der Auferstehung eintreten werden, und kein anderer außer ihnen wird hindurch eintreten. (An jenem Tage) wird ausgerufen: »Wo sind die Fastenden?« Da stehen diese dann auf, und sonst kein anderer außer ihnen wird hineintreten. Wenn sie darin sind, wird das Tor geschlossen, und danach tritt keiner mehr durch dieses ein. ” (Bukhari)

Written by mobbos

4. September 2008 at 9:51 am

Interessant…

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…finde ich die Seite http://www.christfirm.de/. Es handelt sich hierbei um ein christliches Branchenbuch für bekennende Unternehmen.

Das Interessante ist die folgende Aussage: “Wir bekennen uns vorbehaltlos zur Bibel, dem unfehlbaren Wort Gottes, Das Zentrum der Bibel ist Jesus Christus. Allein der Glaube an ihn, als Retter und Erlöser aller Menschen,führt zurück in die Lebensgemeinschaft mit Gott.”

Die Idee an sich ist gut. Ich denke mir nur gerade, wenn es sich um ein muslimisches Branchenbuch gehandelt hätte, das Folgendes bekennt:”Wir bekennen uns vorbehaltlos zum Koran, dem unfehlbaren Wort Gottes. Das Zentrum des Korans ist Gott. Allein der Glaube an Ihn, als Schöpfer aller Menschen, führt ins Paradies”, dann hätte es einen Aufschrei gegeben. Das ist bedauerlich, weil mit zweierlei Maßen gemessen wird.

Verschwörungstherie oder Opfergequatsche? Keineswegs! Dem “Haus des Islam” wurde die Gemeinützigkeit vor einigen Monaten aberkannt, weil der Leiter dieses Vereins, dem deswegen die Verfassungsuntreue vorgeworfen wurde, das Folgende, vor 22 Jahren, in einem Vortrag sagte: ” Muslim sein (werden) bedeutet auch, Gott als die einzige Quelle aller Gesetze anzuerkennen. […]” *. Die Aussage für sich alleine könnte tatsächlich den Gedanken der Verfassungsuntreue hervorrufen. Doch liest man die Aussage im Kontext, ist diese selbstverständlich und beudeutet nichts anderes als sich Gott zu ergeben.

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* http://www.dar-us-salam.de/library/Weltanschauung.html

Zu Gast bei Ramadan

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Bevor Ramadan anfängt, erinnern sich Muslime daran, dass sie bald diesen Gast empfangen werden und wie gut sie ihn behandeln müssten. Ich behaupte, nicht Ramadan ist zu Besuch, sondern wir sind es. Wir sind die Gäste und Ramadan der Gastgeber, denn es ist nicht die Zeit, die sich ändert, sondern wir. Wir sind diejenigen, die von einem Jahr zum nächsten wandern, bis der letzte Atemzug ausgehaucht ist. Somit klopfen wir an Ramadans Tor und bitten um Einlass. Wir sind es, die sich als Gäste zu benehmen wissen müssen, denn Ramadan wird uns in jedem Fall ein guter Gastgeber sein.

Written by mobbos

2. September 2008 at 3:24 am

Suhur

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Allahs Gesandter, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Nehmet (im Ramadan) eine Mahlzeit vor der Morgendämmerung ein; denn diese ist eine segenvolle Mahlzeit.”
(Bukhari)

Written by mobbos

2. September 2008 at 3:10 am