Gedankenstraßen

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Identität

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Ich lese gerade das Buch “German Dream – Träumen für Deutschland”, von W. Blau & A. Selene. Es beinhaltet viele interessante Ansätze. Diesen fand ich am interessantesten bisher:

Wenn sich Jugendliche und Einwanderer in Deutschland daran versuchen, eine deutsche Identität zu erwerben, stoßen sie auf einen sehr seltsamen Identitätsbegriff. Wir definieren uns kaum über positive Werte und ein gemeinsames Zukunftsversprechen, sondern über all die negativen Dinge, die es in Deutschland zu verhindern gilt: Wir sind gegen Faschismus und gegen die Benachteiligung von Frauen, wir sind gegen die Diskriminierung von Minderheiten, gegen soziale Ausbeutung, gegen den Verlust unseres Sozialstaates, gegen Umweltzerstörung, gegen religiösen Fundamentalismus, und gegen Krieg. Das ist sehr gut. Das ist beruhigend. Aber es setzt keine Begeisterung frei. Ein Verbotskatalog kann Vertrauen schaffen, aber er schafft keinen Raum für Zukunftsträume im eigenen Land.

Wenn ich in Bezug auf die Integrationsdebatten über diesen Ansatz nachdenke, wird mir klar, dass wir es schaffen werden, Menschen, die Deutschland als ihre Heimat gewählt haben, heimisch fühlen zu lassen, wenn wir uns positiver Auskrucksweise bedienen. Ist das Glas halbvoll oder halbleer?

Der angenehme Schlaf

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Die verrückten, aber auch erkenntnisreichen Gedanken tauchen immer dann auf, wenn man mit ihnen am wenigsten rechnet.

Vorhin stand ich unter der Dusche als ich feststellte, dass ich in der Regel weniger als fünf Stunden Schlafe. Da schießt mir schon der nächste Gedanke durch den Kopf, je weniger ich auf dieser Welt schlafe, desto angenehmer wird der Schlaf in der kommenden Welt.

Das stimmt in zweierlei Hinsicht. Wenn man sich verausgabt und dann seine Erholung im Schlaf sucht, schläft man tatsächlich gut, denn die Müdigkeit rafft einen nur so dahin. Warum sollte dieses Prinzip nicht auch für das Leben nach dem Tod gelten.

Die Überlieferung im Islam besagt, dass wenn ein Mensch, der in seinem Leben viel dafür getan hat Gutes zu tun, nach der bestandenen Grabesprüfung, sein Platz im Paradies erblickt und ihm wohl ums Herz wird. Details zur Grabesprüfung aus muslimischer Sicht findet man unter http://www.religion-online.info/islam/themen/info-tod.html.

Jedoch kann das lange Schlafen, im Diesseits, auch dahingehend nutzbringend sein, wenn dieser einen daran hindert sich schädigenden Dingen hinzugeben. Mir fällt die Quelle des folgenden Zitats nicht ein, aber es heißt, der Schlaf des Ungerechten sei ein Gottesdienst. Logisch!

Na dann, auf eine erfüllte und erfüllende Zeit im Diesseits, auf das die Zeit im Jenseits angenehm wird… .